Freitag, 23. April 2010

Der Chinese an und fuer sich....

Nachdem ich mich deutlich laenger in Beijing aufgehalten habe als eigentlich geplant und auch meinen Weiterflug nach Hongkong bzw. Saigon um eine Woche verschoben habe, kann ich auf der Standardchina-Sightseeingliste einige Kreuze machen: Mauer, Verbotene Stadt, Sommerpalast, etc. Vor allem auch die Esskultur habe ich ausgiebig untersucht ;-) befinde ich mich nun in Xi'an. Gestern habe ich mich mir die Terracottaarmeee des ersten chinesischen Imperators, auch der Drachenimperator oder so aehnlich genannt, angeschaut und somit noch ein grosses „X“ machen koennen. Der Kontakt mit den Chinesen gestalltet sich mangels irgendeiner Form von chinesisch meinerseits, und ueberhaupt keiner Form von Englisch auf der anderer Seite erwartungsgemaess schwierig, aber wenn ich wieder da bin kann mir in Scharade keiner mehr was vor machen. Heute habe ich meine Allergietabletten in einer chinesichen Apotheke (nur ueber den Tresen wird verkauft, man muss also schon ziemlich genau wissen was man will ;-) ) nach buehnenreifer Darstellung von Allergie bekommen – nagut, so schwer war es dann doch nicht ;-)

Wie versprochen gibt es endlich ein paar Fotos und auch auch das Kapitel ueber „den Chinesen an sich“, welches mit freundlicher Unterstuetzung von Clemens entstanden ist – vielen Dank an dieser Stelle. An dieser Stelle sei aber darauf hingewiesen, dass es sich um einen streng subjetkiven Auszug meiner Erfahrungen aus Beijing, Shanghai und Xi'an handelt und man ja nur durch Verallgemeinerung und Uebertreibung illustrieren kann … und es hauptsaechlich Eurer Belustigung dient, auch wenn immer mindestens ein Koernchen Wahrheit drin steckt ;-)

Der Chinese an sich...

...faehrt gerne langgestreckte, grosse Autos
...traegt wenn es kaelter als 20 Grad werden koennte, lange Unterwaesche
…die er leider – so wie den Rest seines Koerpers – ein Wenig zu selten waescht... die Geruchsangriffe sind leider ziemlich haufig
… erledigt grosse Geschaefte in der Hockposition (aus Ruecksicht auf Euer aestethisches Empfinden verzichte ich auf ein Foto einer chinesischen, oeffentlichen Toilette – nur soviel, nur das Betreten erzeugt schon das dringende Gefuehl duschen zu muessen...)
…sagt einfach nicht Bitte und Danke – ist einfach so und sollte auch nicht krumm genommen werden
… bruellt im Restaurant laut nach der Bedienung („Fuyen“) und schleudert dann ein einfaches Rechnung („Maidann“) hinterher – Trinkgeld wird weder erwartet noch gezahlt
… mag es im Restaurant LAUT, gefuellt und – da er ja lange Unterwaesche – traegt kalt
… hat, wenn die Regierung beschliesst, dass es warm bzw. kalt ist keine Heizung mehr – gaenzlich unabhaengig von der Aussentemperatur
… hat im ganzen Land die gleiche Zeit wie im Beijing (GMT+8), weil die Regierung das so beschlossen hat (Ost-West-Ausdehung wuerde 3-4 Zeitzonen aber locker gerechtfertigen)
… ist im professionellen Umgang generell genervt, kulturell einfach nur genervt.
… ist im persoenlichen Umgang aber sehr freundlich und hilfsbereit
… weiss auch als Taxifahrer nicht unbedingt wie die Strasse heisst auf der er gerade ist – und kann auch keine Karte lesen
… arbeitet nicht unbedingt, wenn der Vorgesetzte nicht da ist
… verkauft auch in Bars mal Gefaketes, oh, gibt das Kopfschmerzen....
… lebt potentiell in "hazourdous" Umgebung (Der Smog in Beijing verstoesst in der Regel gegen die europaeischen Grenzwerte als das er sich darum schert sie einzuhalten...)
… wird wahrscheinlich durch einen Verkehrsunfall ums Leben kommen (Haupttodesursache der 15-45jaehrigen), ist aber sensationell gut darin jeden Zentimeter auf der Strasse auszunutzen
… raucht (70% der Maenner und die weiblichen Prostituierten) - dann ist der Smog ja wenigstens gefiltert... und sterben tut er ja sowieso auf der Strasse ;-)
… hat dadurch - oder warum auch immer - verdammt schlechte Zaehne...
… draengelt... ohne Unterlass auch wenn sich absolut nichts bewegt.

Und hier noch ein paar Fotos:
Shanghai


Jade Budda Temple

Hier treten auch die Putzkraefte an!

Beijing
Dongyue Tempel

... und die Chinesen posieren auf, vor und zu jeder Sache...

Verbotene Stadt


Tor des himmlischen Friedens (mit Mao) :-)











Fuer Hotte: Eine Leuchtturmuhr!

Olympic Site

Sommerpalast




Chinese Military Museum


Die Mauer! (Zumindest einer kleiner Teil)


Lesen

Sonntag, 11. April 2010

Neuseeland / China

Ni hao!

Lange wieder kein Update, da ich doch sehr beschaeftigt war und es ziemlich lange gebraucht hat, bis ich auf mein Blog in China zugreifen konnte.... Die Great Firewall (die Internetzensur) ist doch ein kleines Hindernis! Auf Fotos werdet Ihr auch erstmal verzichten muessen zumindest so lange ich keine schnellere Methode des Hochladens finden werde (fuer meine Geeks, TOR Upload liegt durchschnittlich bei 1KB/s, da brauchen Fotos schon ziemlich lang).

Was ist denn seit dem letzten Eintrag alles passiert? Ich habe Neuseeland erkundet und wir sind ueber 5.500km mit dem Auto gefahren – quasi einmal um die ganze Suedinsel und zweimal die Nordinsel gequert. Wir waren raften bei Taupo, wandern eigentlich ueberall, surfen bei den Caitlins, feiern in Queenstown, und ueberhaupt haben wir sehr, sehr viel in Neuseeland unternommen.

Ueber Auckland ging es dann fuer uns vorletzten Samstag weiter bzw. Claudia ist zurueck nach Deutschland geflogen (fuer alle Interessierten, ich habe in Facebook Claudias Album mit Fotos von unserem Trip geshared), aber nicht ohne dass wir noch einiges an Weintouren in den Marlborough Sounds (Suedinsel) sowie in der Gegend um Martinsborough (Nordinsel) gemacht haben. Auch das Tongariro Crossing stand noch auf dem Programm - wir hatten allerdings nur Sichtweiten von ca. 30 m - da war das ganze dann nicht so spannend und die Fotos sind auch eher "weiss" ;-)

Von meinem Tandemfallschirmsprung in Taupo haben die meisten ja wahrscheinlich ueber Facebook gehoert - ganz schoen scary die Sache... der Moment wo man an der Tuer sitzt und dann anfaengt zu fallen - meine Fresse ;-) War die Sache aber wert - und es kommen auch noch ein paar Fotos u.A. hierzu. Wir waren auch noch in Roturua (vulkanisch aktive Gegend, wo eine Stadt direkt neben Schwefelquellen gebaut wurde) - das hat uns aber nicht so richtig gefallen (auch weil es die ganze Zeit nach faulen Eiern gerochen hat ;-) ). Und wir sind dann doch lieber nach Reglan, um noch einmal zu surfen. Die Wellen waren aber eher nicht der Rede wert. Die letzten Tage in Auckland haben wird dann mehr oder weniger mit ein bisschen Rumlaufen ueber die oertlichen Berge verbracht und sind dann weiter geflogen.

Shanghai ist eine Metropole, die mit Aktivitaet, wenn auch wegen der geringen Tempraturen (10 Grad) nicht unbedingt mit Leben brummt. Weggehen und Barszene sind auf jeden Fall sehenswert, aber das kulturelle Angebot ist jetzt nicht unbedingt beeindruckend. Am letzten Freitag bin ich dann auch mit dem ueberraschen bequemen Nachtzug nach Beijing gefahren. Dort habe ich mich bei Clemens eingenistet, der sich auch mit Freizeitgestaltung nicht geizen laesst (Freitag Abend Paul van Dyk im Club Banana) und gestern japanisches Karaoke - wenig Schlaf, viel G+T. Heute schaffe ich es dann auch endlich mal ein bisschen Sightseeing zu machen - aber wirklich nur ein bisschen, naechste Woche wird das bestimmt besser, gelobe ich hiermit!

Jetzt bin ich gerade auf dem Weg zum Platz des himlischen Friedens und werde mir zumindest die Tore und so angucken, da meine Kamera, aber gerade noch in Reparatur (komplett zerstoertes Display) ist, werde ich wohl erst beim zweiten Mal und dann auch hoffentlich bei besserem Wetter Fotos machen koennen.

Ansonsten macht China bis jetzt ziemlich Spass, auch daran, dass wildfremde, kleine, schwarhaarige Menschen (nagut, hauptsaechlich Maedels) mit Dir ein Foto machen wollen gewoehnt man sich ein bisschen. Die beiden Staedte, die ich bis jetzt gesehen habe, sind allerdings auch soweit entwickelt, dass man sich auch zu 100% westlich verhalten kann, was einkaufen etc. angeht. Aber das Essen ist auf jeden Fall chinesisch ;-)

Eine Liste mit gesammelten kuriosen Beobachtungen ueber dieses Land und "den Chinesen an sich" ist in Vorbereitung und wird hoffentlich zu Eurer Belustigung beitragen!

Alles Gute aus dem Reich der Mitte!